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(K)ein Tag wie jeder andere

Es ist Frühsommer in Grünwald. Die Isar rauscht, die Kastanien stehen in voller Pracht, und ich liege hier und kämpfe mit der AOK um Kontaktlinsen, plane eine Wohnung, suche nach Lampen, die irgendwo in Kirchheim-Heimstetten verloren gegangen sind, baue zwei Webshops, erinnere mich an Badesalz-Katastrophen, dokumentiere meinen eigenen körperlichen Verfall mit der Sachlichkeit eines Buchhalters – und werde dabei möglicherweise bald kriminell.

Ich nenne diese Art von Artikeln gerne „Updates aus meinem verkorksten Leben“ – nicht weil das Leben tatsächlich verkorkst wäre, sondern weil es manchmal so viele parallele Baustellen gibt, dass es sich verkorkst anfühlt. Heute haben wir gleich acht davon. Und weil ich sechs Monate nichts veröffentlicht habe – nicht weil ich nicht geschrieben hätte, sondern weil das Illustrieren mit Augensteuerung durch 500 iStock-Bilder für einen einzigen Artikel vier Tage dauert –, wird dieser Artikel ein wenig länger als gewohnt. Schnallt euch an.


Wie ich ins Jahr 2026 gerutscht bin

Der 22. Dezember 2025. Ich bin seit zwei Monaten ein Mitläufer – und niemand hat es bemerkt. So lautet der Titel des internen Berichts, den ich an jenem Tag verfasst habe. Kein schöner Titel. Aber ein ehrlicher.

Was war passiert: Das Halsband meiner Beatmungsmaske war zwei Monate lang zu eng. Zu eng bedeutet in diesem Kontext: Die Lymphknoten am Hals wurden abgebunden. Was das bedeutet, merkt man nicht sofort – der Körper ist erstaunlich gut darin, Probleme zu überbrücken, bis er es nicht mehr kann. Die Folge waren Schwellungen in den Armen. Und eine Diskussion, die mich mehr erschöpft hat als die Schwellungen selbst.

Mein Arzt sagte: Fett. Die Pflegekräfte sagten: Wasser. Ich sagte: Ich setze 100 Euro auf beides, 2 zu 1, wer hält dagegen? Wir haben keine Wette abgeschlossen. Stattdessen: Biopsie im neuen Jahr, Rückkehr zu Torasemid, Blutlabore.

Was mich an diesem Tag mehr beschäftigt hat als die Diagnose-Debatte: Ich habe gemerkt, dass ich aufgehört habe, Nein zu sagen. Seit dem letzten Krankenhausaufenthalt. Ich sage ja, wenn das Halsband zu eng ist. Ich sage ja, wenn die Nahrungsergänzung auf eine Nestle-Chemiebombe mit 100 Kilokalorien mehr als vorher umgestellt wird. Ich sage ja, wenn Pfleger außerhalb meiner Hörreichweite mit dem Arzt sprechen. Ich habe das aufgegeben – meine Meinung zu sagen, Nein zu sagen, auf Lösungen zu bestehen.

Dabei hätte ich an jenem Tag fast noch einen anderen Kampf verloren. Martin (Name geändert) – einer unserer Pfleger – ist ausgeflippt. Hat geschrien. Hat Dinge über meinen Arzt gesagt, die ich nicht hören wollte. Ich habe ihn gebeten aufzuhören. Er hat weitergemacht. Ich habe eine Panikattacke bekommen, Puls so hoch, dass Erwin (Name geändert) mir die Zahl nicht nennen wollte.

Was ich in jener Nacht geschrieben habe – buchstäblich, Buchstabe für Buchstabe, mit den Augen – war: Wie lange ist das noch so gut zu gehen? Ich höre nichts mehr von dem, was um mich herum passiert. Ich bin akustisch vollständig abgeschnitten. Erwin ist plötzlich hinter mir und antwortet, und ich hab weder gesehen noch gehört, dass er aufs Bett gestiegen ist. Ich hab Angst vor der Nacht. Der Beatmungsschlauch wird ohne Ankündigung abgelegt und neu gelegt – und plötzlich kommt keine Luft mehr. Ich halte mich für paranoid, ich hab echt Angst.

So bin ich ins Jahr 2026 gerutscht.


Martin ist gefeuert

Der 13. März 2026, 18:13 Uhr. Ich schreibe eine E-Mail an Andreas, die Pflegedienstleitung. Ich kann kaum schreiben – zu viel Tavor, linkes Auge streikt. Drei Wörter reichen:

  • Martin ist gefeuert

Der Grund: Die Behandlung, die Dr. Hilmer angeordnet hatte, wurde in der Nachtschicht erst durch Otto (Name geändert) durchgeführt – weil Martin sich geweigert hatte. Seine Begründung: Er mache das nicht auf Befehl von „irgend so einer Frau in Spanien, die sich überall in die Arztkommunikation einmischt und tut als ob sie besser weiß was zu tun ist als er.“

Diese Frau ist meine Schwester. Sis. Die Person, die seit Jahren meine Termine koordiniert, meine Pflegeprotokolle liest, meine Medikamentenpläne kennt – weil ich sie dabei brauche. Martin hat eine ärztliche Anordnung verweigert, weil er sich von meiner Schwester bevormundet fühlte.

Andreas (Name geändert) hat innerhalb von kürzester Zeit reagiert. Martin wird ab April nicht mehr eingeplant. Mirco (Name geändert) und Erwin bekommen mehr Dienste. Sandra, Susanne (Namen geändert) und eine neue Person sollen die Versorgung sichern.

Ich habe selten in meinem Leben so eine klare Entscheidung getroffen. Und selten so erschöpft dabei gewirkt.


Der Körper im Überblick – oder: Was der Medikamentenplan erzählt

Ich habe vier Medikamentenpläne aus den letzten acht Monaten verglichen. Was einem dabei auffällt: Die Liste wird nicht kürzer.

Stand Juli 2026 nehme ich täglich unter anderem: Riluzol (ALS), Sertralin (Stimmung/Ängste), Mirtazapin (Schlaf), Levomethadon (Schmerz, seit 13. Januar in dieser Dosierung), Cannabis-Extrakt THC10/CBD10 (Schmerz, Stimmung, Schlaf), Pregabalin (Atmung), Ambroxol (Schleimlöser), Atrovent-Inhalation dreimal täglich (Bronchienschutz), Prednisolon (Entzündung, Lunge), Torasemid (Ödeme, je nach Flüssigkeitseinlagerung anpassen), Kaliumcitrat viermal täglich (Elektrolythaushalt), Magnesium zweimal täglich (Elektrolythaushalt), Naldemedin (Obstipation), Omeprazol (Magenschutz), Vitamin D, Vitamin C. Plus Bedarfsmedikation: Tavor bei Angst, Trospiumchlorid für die Blase, Microlax täglich falls kein spontaner Stuhlgang, Dulcolax am vierten Tag ohne relevanten Stuhlgang, PecFent-Nasenspray vor Stomapflege als Schmerzprophylaxe. Neu seit 2. Juli: Metamizol gegen Bauchschmerzen, für fünf Tage, danach bei Bedarf.

Das ist kein Jammern. Das ist eine Bestandsaufnahme.

Das Blutbild vom 2. Juli ist interessant: Kalium 4,5 mmol/l – im Normbereich, was bedeutet, dass die Kalium-Supplementierung wirkt. CRP leicht erhöht (8,7 bei Normwert bis 5) – eine leichte Entzündung, Ursache unklar. Triglyceride 478 mg/dl – das ist fast dreimal über dem Normwert von unter 150, und das ist eine Zahl, die man nicht ignorieren sollte. tun meine Ärzte aber. Ich bin halt kein Arzt. Ich fände eine Besprechung der Ergebnisse durchaus angezeigt. Aber ich bin halt kein Arzt, was weiß ich schon? Hämoglobin 12,7 g/dl – knapp unter dem Normwert. Cholesterin 214, HDL 39 – das HDL ist zu niedrig.

Und dann ist da noch die Beule am Kopf. 3×6×3 Zentimeter. Sie war im April Thema beim Arztgespräch. Ich warte noch auf eine Einschätzung.

Ach ja – und das Thema Dulcolax. Mein Arzt sagt: böse. Maximal alle vier Tage. Grund: Der Wirkstoff Bisacodyl treibt Kalium aus dem Körper. Bei jemandem, der täglich Kaliumcitrat nimmt und dessen Herzrhythmus und Muskelsteuerung davon abhängen, ist eine Hypokaliämie kein abstraktes Risiko, sondern eine konkrete Gefahr. 1 MSD Manual – Hypokaliämie: Ursachen, Symptome, Behandlung 🌐 https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/elektrolytstörungen/hypokaliämie

Der Zielkonflikt ist real: Nicht abführen führt zu Verstopfung, Bauchkrämpfen, im Extremfall zum Notfalleinlauf wegen Atemnot (passiert jeden Monat – zwei Stunden nach dem Einlauf Durchfall, Bett neu beziehen, mitten in der Nacht). Abführen mit Dulcolax führt zu Kaliumverlust – der in meinem konkreten Fall allerdings weder zuhause noch im Krankenhaus mit der Applikation eines Abführmittels in Verbindung gebracht werden konnte. Mein Doc bleibt dabei: b -b-bööhse. Ich fände eine Besprechung der Ergebnisse aus dem Krankenhaus angezeigt. Aber ich bin halt kein Arzt, was weiß ich schon? Microlax (mini Einlauf) funktioniert nicht. Das weiß ich.

Im Mai 2025 habe ich das so formuliert: „lebensbedrohlicher Kaliummangel durch abführen mit Dulcolax vs. nicht abführen mit Microklist, aber dafür ja sehen wir mal. In vier Tagen am Dienstag ist die nächste Blutabnahme. Falls ich nicht schon am Sonntagabend mit Verstopfung in der Notaufnahme lande.“

Das ist mein Alltag. Ich finde das inzwischen beinahe lustig. Beinahe.

Einen letzten Punkt zum Thema Schmerz: Ich habe in der letzten Logopädie-Stunde mit Sabrina darüber gesprochen, wie sich meine Schmerzskala verändert hat. Was vor fünf Jahren eine 1 war, ist heute eine 5. Was damals eine 2 war, ist heute eine 7 bis 8. Weil ich früher Schmerzen heruntergespielt habe – das ging, solange man Schmerzen nur kurzfristig kennt. Wenn du aber jeden Tag, Tag ein, Tag aus damit konfrontiert bist, wird es ermüdend. Seit mir mein wirksames Schmerzmittel vor knapp acht Monaten verboten wurde, hatte ich keinen einzigen schmerzfreien Tag. Wieso verboten? Na, weil es böse ist. Ehrlich, bis heute hat mir niemand erklärt wieso. Einen Tag mit „nur“ Grundschmerz auf 5 von 10 empfinde ich indes als guten Tag. Lol.


Die neue Wohnung – oder: 250 Seiten Doku für Flächen im selben Haus

Seit ein paar Monaten läuft ein Projekt, das mich mehr beschäftigt als manches andere: Ich ziehe um. Nicht weit – genau genommen geht es eine Etage runter. Im Erdgeschoss desselben Hauses, in dem ich seit Jahren wohne, ist eine Wohnung frei geworden. Und wenn man ehrlich ist, war das Timing filmreif.

Die Eigentümerin der Wohnung ist verstorben. Ich wusste davon – und habe innerlich kurz gezögert, wie man das halt so macht in solchen Momenten. Aber dann hat mich jemand daran erinnert, dass der Makler ab Sonntag das Mandat bekommt. Es war Freitag. An diesem Abend war mein Friseur Ali bei mir – er kommt seit 2009 zu mir nach Hause und hat seit Jahren keinen Cent dafür genommen, dieses Detail gehört einfach zur Geschichte, weil Ali gut zuhört. Irgendwann zwischen zwei Haarschnittbewegungen haben wir zusammen beschlossen: Ich ruf morgen an. Samstag. Bevor der Makler ins Spiel kommt.

Es hat geklappt.

Was seitdem folgt, ist das, was ich inzwischen gerne als „Wohnraumgestaltungs-Odyssee mit 250-Seiten-Dokumentation“ bezeichne. Das ist keine Übertreibung: Ich habe tatsächlich eine rund 250 Seiten starke Dokumentation erstellt, in der jede Möbelentscheidung, jede Farbwahl, jeder Hersteller und jede Maßangabe festgehalten ist. Wer das absurd findet, hat noch nie eine komplette Wohnung vollständig gelähmt, ausschließlich per Augensteuerung, Buchstabe für Buchstabe, am Bildschirm geplant.

Der Entwurfsstand vom April sah schon mal ganz ordentlich aus: KARE als Hauptlieferant, das Wohnzimmer bekommt ein Voglauer Sideboard 2 Voglauer Sideboard 192 Vrock 🌐 www.moebel-karmann.de/p/voglauer-sideboard-192-vrock-rosh19s/37948-13-134 zu einem Preis von… Über Geld redet man nicht. Das Pflegezimmer bekommt einen Schreibtisch La Gomera 3 KARE Design – Schreibtisch La Gomera 140x60cm 🌐 https://www.kare.de/p/schreibtisch-la-gomera-140x60cm , mein Zimmer drei Kleiderschränke Puro 4 KARE Design – Kleiderschrank Puro 🌐 https://www.kare.de/p/kleiderschrank-puro . Der Flur bekommt zwei schmale Spiegel, Bella plus den goldenen Spiegel Hologram, der aussieht wie ein Kunstwerk aus einer anderen Dimension. Ein Servierwagen aus Mangoholz steht vor dem linken TV-Frame.

Und dann ist da natürlich die Videowall.

Zwei Samsung 98″-Neo-QLED-Fernseher 5 Samsung – 98″ Neo QLED QN90F 4K Smart TV 🌐 https://www.samsung.com/de/tvs/qled-tv/qn90f-98-inch-neo-qled-4k-mini-led-smart-tv-gq98qn90fatxzg/ , Seite an Seite, flankiert von zwei Nubert-Standlautsprechern nuVero 170 in Diamantschwarz 6 Nubert – nuVero 170 Standlautsprecher 🌐 https://www.nubert.de/nuvero-170/a036407 . Für die Mathematikbegeisterten: Das sind fast fünf Meter Bildschirmdiagonale kombiniert und ein Klangbild, das sich eine Konzerthalle nicht schämen müsste. Manche Menschen kaufen sich eine Yacht. Ich baue mir ein Heimkino, das auch als Videokonferenzraum taugt, wenn man im Pflegebett liegt und trotzdem Geschäfte macht.

Zum Parkett: Buche, nicht Eiche – eine Entscheidung, über die ich ausgiebig nachgedacht habe. Und nicht nur aus ästhetischen Gründen. Echtholzparkett ist ökologisch Laminat deutlich überlegen: Holz speichert Kohlenstoff, ist ein nachwachsender Rohstoff, kann mehrfach abgeschliffen und aufgearbeitet werden. Laminat besteht zwar ebenfalls zu großen Teilen aus Holz, enthält aber kunstharzgebundene Schichten und Klebstoffe auf fossiler Rohstoffbasis. Und in osteuropäischen Wäldern – etwa in den rumänischen Karpaten – gibt es erhebliche Probleme mit illegaler Abholzung für genau diese Industrie. Blauer Engel-zertifiziertes Buchenparkett aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist deshalb nicht Geschmackssache, sondern Haltung.

Das sagt auch was über den Mix aus Buchenparkett, Wildeiche-Möbeln und dem Mangoholz-Servierwagen: Diese Kombination ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von wochenlanger Recherche, Buchstabe für Buchstabe, mit den Augen.

Ein weiteres Detail, das ich wichtig finde: Meine Eltern können bleiben. Die obere Wohnung behalten wir, die neue Wohnung kommt dazu. Meine Eltern haben damit einen festen Platz – keine Hotelrechnung, keine Frühstückszeiten. Stattdessen: Kühlschrank, ein großes Zimmer, und eine Pflegesituation, in der im Notfall jemand da ist.

Einzug: voraussichtlich September 2026.


Der AOK-Kontaktlinsen-Krimi – Staffel 2

Wer diesen Blog ein bisschen länger verfolgt, kennt die Saga mit meiner Krankenkasse bereits. 7 paddys.de – Als ob ich die Krankenkasse betrügen wollte 🌐 https://paddys.de/als-ob-ich-die-krankenkasse-betruegen-wollte/ 8 paddys.de – Post von der AOK 🌐 https://paddys.de/post-von-der-aok/ Heute gibt es eine neue Folge.

Kurze Zusammenfassung für Neuleser*innen: Ich habe ALS seit 2017. Bin vollständig gelähmt. Meine einzige Möglichkeit, mit der Welt zu kommunizieren, ist eine Augensteuerung – ein Tobii Dynavox, der präzise auf meine Pupillen ausgerichtet ist. Ohne funktionsfähige Augen: kein Kommunizieren. Kein Chatten. Kein Bloggen. Kein Arbeiten. Kein Leben im übertragenen Sinne.

Seit Dezember 2024 habe ich wiederholte Hornhautrisse auf beiden Augen. Das passiert, weil ALS den Lidschlag reduziert und weil meine Augen im Schlaf nicht vollständig schließen. Außerdem liege ich dauerhaft auf dem rechten Ohr – so ist die einzige Position, die den Blickkontakt zur Augensteuerung ermöglicht. Die Folge: ständige Reibung auf der Hornhaut, immer wieder kleine Risse, immer wieder Schmerzen. Meine Augenärztin hat deshalb therapeutische Verbandkontaktlinsen verordnet. 9 G-BA – Hilfsmittel-Richtlinie Therapeutische Sehhilfen 🌐 https://www.g-ba.de/richtlinien/13/

Die AOK sagt: Nein. Begründung: angebliche 8-Dioptrien-Grenze.

Das ist sachlich falsch. Die 8-Dioptrien-Grenze gilt für Korrektur-Sehhilfen bei Fehlsichtigkeit. 10 Krankenkassen.de – Brillenleistungen der GKV 🌐 https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/leistungen-gesetzliche-krankenkassen/gesetzliche-krankenkassen-besondere-leistungen/brille/ Mit therapeutischen Verbandkontaktlinsen hat das rein gar nichts zu tun. Die Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses listet „Verbandlinsen bei/nach Hornhauterosionen, Hornhautepitheldefekten“ explizit als verordnungsfähig – ohne Dioptrien-Schwelle. 11 G-BA – Hilfsmittel-Richtlinie Neufassung 🌐 https://www.g-ba.de/downloads/62-492-309/RL-Hilfsmittel-Neufassung-2008-10-16.pdf

Eine Brille ist in meinem Fall keine Alternative. Erstens rutscht sie in seitlicher Lagerung, erstellt Druckstellen, und verrutscht so weit, dass die Augensteuerung meine Pupillen nicht mehr erkennt. Zweitens habe ich eine Wollwachsallergie, die die Alternativbehandlung mit Bepanthen-Augensalbe ausschließt.

Ich habe fristgerecht Widerspruch eingelegt – am 9. Mai per E-Mail, dann am 11. Mai in elektronisch signierter Form über Adobe Sign, nachdem mich eine AOK-Mitarbeiterin darauf hingewiesen hatte, dass elektronische Signierung erforderlich sei. Die Frist lief am 11. Mai ab. Alles sauber. 12 Verbraucherzentrale – Widerspruch bei der Krankenkasse 🌐 https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/widerspruch-bei-der-krankenkasse-und-pflegekasse-einlegen-so-gehts-102986

Die AOK behauptet, der Widerspruch sei erst am 21. Mai eingegangen. Und daher verspätet.

Das ist nachweislich falsch. Ich habe Zeitstempel, E-Mail-Protokolle, Übermittlungsbestätigungen. Und dennoch: Die Krankenkasse besteht auf ihrer Darstellung – und in der Zwischenzeit warte ich weiter auf Kontaktlinsen, die ich medizinisch brauche, um überhaupt kommunizieren zu können.

 
Die Kassen sind also knapp bei Kasse. Statt an meinen Kontaktlinsen zu sparen, hätte ich einen besseren Vorschlag, wo das System GKV sparen kann:


XXXLutz, UPS und die mysteriöse Peter Kambli GmbH

Manchmal fragt man sich, wie viel Energie ein Mensch aufwenden muss, um einfach nur Lampen zu bekommen.

Anfang Juni habe ich bei XXXLutz Lampen bestellt. 13 XXXLutz – Online-Shop 🌐 https://www.xxxlutz.de Irgendwann kam eine UPS-Benachrichtigung: Paket liegt zur Abholung bereit. Adresse: Peter Kambli GmbH, Schlossstraße 14, 82031 Grünwald.

Ich wohne in Grünwald. Ich kenne diese Firma nicht. Ich bin diese Firma nicht. Und Kirchheim-Heimstetten, wo laut UPS der Abholpunkt liegt, ist für einen vollständig gelähmten ALS-Patienten so erreichbar wie der Mond.

Ich habe XXXLutz kontaktiert, den Sachverhalt erklärt, die Daten geliefert: Bestellnummer, UPS-Sendungsnummer, Abholfrist 5. Juni. Und ich habe höflich darauf hingewiesen, dass eine persönliche Abholung für mich schlicht nicht möglich ist. Nicht unangenehm, nicht unmöglich – medizinisch ausgeschlossen.

Ob es überhaupt mein Paket war, war lange unklar. bis meine lieben Eltern zur Firma Peter Kambli fuhren und siehe da: ein UPS Service Point. langsam kommt Licht ins Dunkel. Licht, das von einem 120cm LED Paneel für meinen neuen Flur kommt. das war nämlich in besagtem Paket drin. der Witz: dieses LED Paneel habe ich gar nicht bei XXXLutz bestellt sondern bei Cyberport. es war teil einer Sendung von der ich dachte sie sei längst vollständig geliert das neue iPhone Air für meine Pfleger wurde geliefert weshalb ich irrtümlich annahm , das Icon

Was mich dabei am meisten beschäftigt, ist nicht der Ärger über die fehladressierte Sendung. Solche Dinge passieren. Was mich beschäftigt, ist die strukturelle Selbstverständlichkeit, mit der Systeme – Paketdienste, Krankenkassen, Behörden – voraussetzen, dass man einfach mal losfährt und die Sache klärt. Ich fahre nicht einfach mal los. Ich schreibe Buchstabe für Buchstabe, mit meinen Augen, und warte.


Badesalz – ein Rückblick mit Fußbad

An dieser Stelle ein kurzer Ausflug in die Vergangenheit – genauer gesagt in einen älteren Blogartikel, der das Zeug zum Kult hat. 14 paddys.de – Vergangenheitsinterview: Krankenhausreif an Weihnachten Teil 1/2 🌐 https://paddys.de/vergangenheitsinterview-03-krankenhausreif-an-weihnachten-teil-12/

Marion – meine Freundin – war bei mir. Sie suchte nach Totem-Meer-Salz für mein Fußbad. Sie suchte und suchte. Und fand schließlich etwas Weißes, Pulvriges in meinem Badezimmer – dort, wo normale Menschen ihr Badesalz aufbewahren, unter dem Waschbecken.

Mein Pfleger, der an jenem Tag Dienst hatte, schaute sich das Pulver an und erklärte fachmännisch: Das sehe aus wie Streusalz gegen Eis und Schnee. Was das in meinem Badezimmer zu suchen habe, sei ihm schleierhaft.

Marion probierte das Pulver. Es war definitiv kein Salz. Was es war, lasse ich an dieser Stelle bewusst offen – der vollständige Bericht steht im verlinkten Artikel.

Das Ende der Geschichte: Marion stieg selbst ins Fußbad.


Zwei Shops, eine Mission – und was das wirklich bedeutet

Ich betreibe zwei Webshops. Einer läuft bereits, einer ist kurz vor dem Launch. Beide sind non-profit. Beide kämpfen für Artenschutz. Beide kosten mich enorm viel Zeit und Energie. Und beide werden von einem Menschen gesteuert, der sich dafür buchstäblich die Augen aus dem Kopf arbeitet – im wörtlichsten aller möglichen Sinne.

shop.paddys.de 15 Paddy’s Merch Shop 🌐 https://shop.paddys.de existiert schon eine Weile. Dort findet man die Wompies – meine selbst entworfenen Charaktere, inzwischen in Season 1, 2 und 3 – dazu den Sun Bear in kubistischem Stil, Greetings Cards, und die „Respect Wild Life“-Kollektion mit Seepferdchen-Motiven auf Hoodies, Joggers und Kleidern. Alles vegan, alles organic, alles non-profit. Der gesamte Umsatz fließt in Umweltschutzorganisationen.

thinkcareact.org 16 think. care. act. 🌐 https://thinkcareact.org ist der neue Shop – und noch nicht öffentlich zugänglich, aber die Vorschauversion zeigt, was kommt. Das Bild auf der Startseite: ein Paar Hände, die sorgsam eine kleine, begrünte Erde halten – Wälder, Ozeane, Vögel im Flug, goldenes Abendlicht. Eine Illustration, keine Fotografie. Und sie trifft den Ton des ganzen Shops.

Der Claim: „Nachhaltig. Aber richtig.“ Das ist keine Marketingphrase. Es ist eine Ansage. 17 GOTS – Global Organic Textile Standard 🌐 https://www.global-standard.org

Was drin ist: 432 Produkte, aufgeteilt nach Tier-Motiven – Afrikanischer Elefant, Assamesischer Makak, Seepferdchen, Clownfisch, Biene, Tiger, Oktopus, T-Rex für Kids. Jedes Design ist eine Illustration im realistischen Stil, jedes Motiv steht für eine Art, die es wert ist, verteidigt zu werden. Die Shirts kosten zwischen 25 und 40 Euro: Bio-Baumwolle, vegane Tinten, plastikfreie Verpackung, Versand mit regenerativer Energie, bis zu 95 % weniger Abwasser in der Produktion. Pro verkauftem Produkt: 1 m² Regenwald dauerhaft geschützt. 18 WWF Deutschland – Artenschutz und Biodiversität 🌐 https://www.wwf.de/themen-projekte/artenschutz/

Für die Eröffnung gibt es 10 % Rabatt für alle, die sich jetzt schon in den Newsletter eintragen.

Was ich klar sagen möchte – nicht als Selbstmitleid, sondern als nüchterne Bestandsaufnahme: 432 Produkte bedeuten 432 Mal Produktbild anschauen, Beschreibung schreiben, Kategorie zuordnen, Preis setzen, Variante pflegen. Alles per Augensteuerung. Buchstabe für Buchstabe, mit dem Blick, auf einem Bildschirm. Jede Pricingentscheidung, jede Kollektionspflege, jedes Update läuft über denselben Kanal: meine Augen.

Das ist derselbe Kanal, über den ich diesen Blog schreibe. Und Widersprüche bei der AOK einlege. Und eine 250-Seiten-Wohnungsdokumentation erstelle. Und ein Unternehmen führe.

„Non-profit“ bedeutet in meinem Fall nicht nur, dass ich keinen Gewinn mache – es bedeutet, dass ich meine kostbarste Ressource investiere, um etwas zu bewegen.


Bald kriminell – oder: Was es bedeutet, Umweltaktivist*in zu sein

Es gibt etwas, das mich gerade mehr beschäftigt als die Wohnung, die Kontaktlinsen und die Lampen zusammen.

Ich bin seit Jahren Naturschützer – im Kleinen, mit meinen Mitteln: durch diesen Blog, durch die non-profit-Shops, durch Aufklärung. Ich kaufe kein Fleisch. Ich investiere Tausende Euro in Artenschutzprojekte. Ich schreibe über Regenwald, über Artensterben, über eine Welt, die dabei ist, sich selbst zu erledigen.

Und jetzt erlebe ich, wie ein politisches Klima entsteht, in dem Menschen wie ich eines Tages als Kriminelle gelten könnten.

Das ist nicht abstrakt. Es gibt in Deutschland gerade Prozesse, die das klar machen: Anna und Hendrik haben in einem deutschen Schlachthof dokumentiert, wie Schweine in CO₂-Gas sterben – mit Atemnot, Panik, Todeskampf. 19 Schlachthofprozess.org – CO₂ ist Tierqual 🌐 https://schlachthofprozess.org/aufruf/co2-ist-tierqual

Schweine. CO₂-Betäubung. CO₂-Betäubung ist die Standardmethode in der deutschen Schweineschlachtung. Ich kenne das Gefühl, wenn sich CO₂ im Körper ansammelt und Sauerstoff verdrängt. Meine Sättigung fällt. Und fällt. Und fällt. 68. Mein Pfleger ruft auf der Notfallnummer meines Arztes an. Wenige Minuten später landet der Rettungshubschrauber vor meinem Wohnzimmerfenster. Der Notfallarzt springt aus dem Heli und läuft schnellen Schrittes filmreif zu uns rüber. Es klingelt an der Tür. Ein Sixpack Sanis und noch ein weiterer Notfallarzt – aber das ist eine andere Geschichte.

Schweine. CO₂-Betäubung. Ich liebe Schweine. Ich habe ein Schwein – tatsächlich. Frieda ist eine ausgediente Muttersau aus der industriellen Schweinezucht, die ich vom Schlachter gerettet habe. Und sie lebt jetzt auf einem wundervollen Lebenshof. wo sie nie wieder wird arbeiten müssen.

Schweine. CO₂-Betäubung. Es ist legal. Es passiert täglich. Anna und Hendrik haben es gefilmt – und wurden dafür festgenommen. Jetzt verklagt der Schlachthof sie auf 140.000 Euro Schadensersatz, mit dem erklärten Ziel, die Bilder gerichtlich aus der Öffentlichkeit verbannen zu lassen. Das nennt man eine SLAPP-Klage – Strategic Lawsuit Against Public Participation. Wer die Wahrheit zeigt, soll zahlen, bis er oder sie schweigt.

Das ist aber noch die harmlose Variante. Der § 129 StGB – der Paragraf für „kriminelle Vereinigungen“ – wird zunehmend gegen Klimaaktivistinnen eingesetzt. 20 Grundrechtekomitee – § 129 StGB als Instrument gegen politische Zusammenschlüsse 🌐 https://www.grundrechtekomitee.de/details/129-stgb-ein-werkzeug-zum-ausforschen-und-kriminalisieren-politischer-zusammenhaenge Nicht gegen Mörder. Nicht gegen Kartelle. Gegen Menschen, die sich auf Straßen festkleben oder Farbattacken auf Gebäude verüben. Gegen Aktivistinnen, die die Einhaltung staatlich gesetzter Klimaziele fordern.

Die Zahlen: Schätzungsweise 10.000 Gerichtsverfahren wurden bislang gegen Klimaaktivistinnen in Deutschland geführt. 21 Windmesse.de – Newsletter Hans Josef Fell: Verurteilungen gegen Klimaaktivistinnen 🌐 https://w3.windmesse.de/windenergie/news/49230-klimaaktivistinnen-ziviler-ungehorsam-strafverfolgung-klimakatastrophe-hitzewellen-letzte-generation

In Bayern wurde die Letzte Generation als „kriminelle Vereinigung“ eingestuft – obwohl das Landgericht Flensburg genau das Gegenteil festgestellt hat. 22 taz.de – Letzte Generation: Landgericht Flensburg 🌐 https://taz.de/Schwerpunkt-Klimaproteste/!t5254315/ Das Civicus-Netzwerk hat Deutschland 2023 von „offen“ auf „eingeschränkt“ herabgestuft. 23 Protestinstitut.eu – Die Klimabewegung in Deutschland im Wandel 🌐 https://protestinstitut.eu/de/die-klimabewegung-in-deutschland-im-wandel/

Eingeschränkt. Deutschland.. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Und bevor jetzt jemand mit dem Finger auf die USA zeigt: Das können wir uns sparen. Wir müssen nicht zu Trump schauen, um narzisstische Klimavergessenheit zu finden. Unser Kanzler Friedrich Merz baut gerade mit derselben Beharrlichkeit ab, was mühsam aufgebaut wurde – Natur- und Klimaschutz wird in dieser Legislatur systematisch rückabgewickelt. Das ist, mit Verlaub, die schlechteste Bundesregierung, die wir je hatten. Nicht weil sie böse ist. Sondern weil sie es besser wissen müsste – und es trotzdem nicht tut.

Kürzlich dachte ich über die Stimmung in Ostdeutschland nach, über die Menschen, die zur AfD laufen. Ich erwische mich bei einem unbehaglichen Gedanken: Ich verstehe es. Nicht die AfD – das ist ein rechtspopulistischer Haufen wirtschaftlich inkompetenter Dilettanten, die den menschengemachten Klimawandel leugnen, die Wissenschaft verachtend ignorieren und deren Thüringer Landesverband gesichert rechtsextrem ist. Die AfD ist keine Option. Aber ich verstehe die Verzweiflung. Ich verstehe, was passiert, wenn eine Partei nach der anderen die gleichen leeren Versprechen macht, wenn das Vertrauen systematisch zerstört wurde, wenn Menschen das Gefühl haben: Es ist eh alles egal. Dann öffnet sich eine Tür, hinter der Populisten stehen und einfache Antworten auf komplizierte Fragen anbieten.

Was treibt so viele Bürger*innen in die offenen Arme der AfD? Das ist eine Frage, die ich mir oft stelle. Und die Antwort ist unbequem: Es ist auch das Versagen der Mitte. Es ist die Union, die jahrelang regiert hat und Klimaschutz als Wirtschaftsfeind geframt hat. Es ist eine SPD, die sich selbst nicht mehr erklärt. Es ist eine Politik, die Menschen das Gefühl gibt, nicht gemeint zu sein.

Das ist kein AfD-Verständnis. Das ist eine Diagnose.

Und ich frage mich ernsthaft: Wie lange ist Aktivismus noch legal? 24 Schlachthofprozess – Video zum Fall Anna und Hendrik 🌐 https://youtu.be/qmPgspQ_VZs


Die Welt draußen – Artenschutz 2026

Ein paar Zahlen, die ich nicht vergessen kann:

Bei den Waldbränden letztes Jahr (2025) wurde eine Fläche abgefackelt, die fast der gesamten Europäischen Union entspricht. Das ist kein Alarmismus – das ist ein Nebensatz in einem UN-Bericht.

Und weil ich einen Vortrag von Dr. Mark Benecke anschaue, in dem ein Mann sagt, dass 10 Kühe pro Sekunde, 47 Schweine pro Sekunde und 2400 Hühner pro Sekunde nach lebenslanger Folter vernichtet werden – mag ich es kaum glauben und traue mich nicht mehr zu recherchieren, wie viele wehrlose Fische pro Sekunde elendig krepieren. Grausam. Ein hässlicher Tod. Wer Glück hat wird schon im Netz erdrückt. Wer nicht, der erstickt auf Deck. Und wer den Jackpot sprengt und selbst das überlebt, der wird einfach lebendig eingefroren, ausgenommen, verarbeitet. Tierwohl? Unsere Gesetze werden von einer rücksichtslosen und die Natur verachtenden Regierung geschrieben. Der Fisch stinkt vom Kopf her. Friedrich Merz glaubt vermutlich immer noch, dass Fische keine Schmerzen spüren.

46 % weniger Haussperlinge wurden bei einer Bürgerzählung in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. Spatzen. Die jeder kennt. Und man weiß nicht genau, woran das liegt. Ich weiß es: Jede Ritze, jeder Spalt in städtischen Gebäuden wird zugeklebt. Wo sollen die Tiere denn brüten?

Amphibien gibt es in vielen Regionen kaum noch. Insektenkundler sprechen vom Zusammenbruch der Nahrungskette. 25 NABU – Insektensterben in Deutschland 🌐 https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/ Ohne Insekten und Bodenleben funktioniert nichts mehr – nicht wegen der Bestäubung allein, sondern weil die gesamten Nährstoffe durch diese Tiere zerlegt und verteilt werden. Das ist keine Meinung. Das ist Ökologie.

Insektensterben: Nicht nur Bienen sind bedroht


Umweltschützer warnen schon seit Jahren vor dem Aussterben der Bienen. Nicht nur bei der Bestäubung von Pflanzen, sondern auch als Nahrung für andere Tiere sind Insekten unverzichtbar. Umweltministerin Schulze will den Insektenschutz in Deutschland deshalb nun gesetzlich festschreiben. Eine aktuelle Studie der Wissenschaftler Sanchez-Bayo und Wyckhuys, die im April 2019 in der Biological Conservation veröffentlicht wird und schon vorab online einsehbar ist, untersucht, wie es um die Insektenbestände steht.

Und dann ist da die Prognose: Bis spätestens 2050 sei nichts mehr ansatzweise beherrschbar, sagen Forscher*innen, die die Meeresströmungen beobachten. Das ist kein Datum für übermorgen. Das ist in 24 Jahren.

Ich möchte an dieser Stelle Stefan Bröckling vom Tiernotruf vorstellen – jemanden, den ich einen Helden unserer Zeit nenne. 26 Tiernotruf – Stefan Bröckling 🌐 https://youtu.be/PkqGcNg3Bdo Sein Verein rettet Tiere in Not, rund um die Uhr, ohne Netz und doppelten Boden. Aus meinem Spendenmarathon 2024 und 2025 gehen 500 Euro an den Tiernotruf. 27 paddys.de – Spendenmarathon: Mehr als nur alles 🌐 https://paddys.de/campaigns/mehr-als-nur-alles/ Wer das unterstützen möchte: Der Link steht unten.

Wer noch alles durch meinen Spendenmarathon beschert wurde , darüber gibt es hier bald viel zu lesen. Das bin ich euch schuldig. Keine Sorge, ich habe euch nicht vergessen. In der Tat aber drängt sich die Frage auf, was wir dieses Jahr machen. Meinen Spendenmarathon 2023 mit Spenden in Höhe von sensationellen 7.553,32 € zu toppen schien damals unmöglich. Mein Spendenmarathon 2024 und 2025 erzielte schreibe und schreibe 10.360,00 €. Soviel dann mal dazu. Verrate mir, wie wir das toppen.

Ich betreibe diese Shops nicht als Hobby. Ich betreibe sie, weil die Alternative – zusehen und schweigen – für mich keine ist. Weil jeder Quadratmeter Regenwald zählt. Weil ein T-Shirt mit einem Quokka drauf tatsächlich einen Unterschied machen kann, wenn der Erlös in den richtigen Händen landet.


Was bleibt

Ich. Acht Baustellen. Ein Körper, der kämpft und dabei gelegentlich Humor beweist. Eine Wohnung im Erdgeschoss desselben Hauses, die langsam Form annimmt. Eine Krankenkasse, die nicht versteht, dass Kontaktlinsen keine Kosmetik sind, wenn man ohne sie nicht kommunizieren kann und alle vier Wochen eine Hornhaut reißt. Ein Lampenpäckchen, das irgendwo in Kirchheim-Heimstetten wartet oder auch nicht. Eine Freundin, die im Fußbad sitzt. Zwei Shops, die Regenwald retten wollen. Ein politisches System, das dabei ist, das Falsche unter Strafe zu stellen. Und eine Welt, in der 46 % weniger Spatzen in den Gärten sitzen – und niemand so genau wissen will, warum. Is halt jetzt so. Wen interessierts?

Das Leben im Sommer 2026. Es ist still in meinem neuen Garten. Aber Schweigen ist keine Option.

Quellenverzeichnis

  • 1
    MSD Manual – Hypokaliämie: Ursachen, Symptome, Behandlung 🌐 https://www.msdmanuals.com/de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/elektrolytstörungen/hypokaliämie
  • 2
    Voglauer Sideboard 192 Vrock 🌐 www.moebel-karmann.de/p/voglauer-sideboard-192-vrock-rosh19s/37948-13-134
  • 3
    KARE Design – Schreibtisch La Gomera 140x60cm 🌐 https://www.kare.de/p/schreibtisch-la-gomera-140x60cm
  • 4
    KARE Design – Kleiderschrank Puro 🌐 https://www.kare.de/p/kleiderschrank-puro
  • 5
    Samsung – 98″ Neo QLED QN90F 4K Smart TV 🌐 https://www.samsung.com/de/tvs/qled-tv/qn90f-98-inch-neo-qled-4k-mini-led-smart-tv-gq98qn90fatxzg/
  • 6
    Nubert – nuVero 170 Standlautsprecher 🌐 https://www.nubert.de/nuvero-170/a036407
  • 7
    paddys.de – Als ob ich die Krankenkasse betrügen wollte 🌐 https://paddys.de/als-ob-ich-die-krankenkasse-betruegen-wollte/
  • 8
    paddys.de – Post von der AOK 🌐 https://paddys.de/post-von-der-aok/
  • 9
    G-BA – Hilfsmittel-Richtlinie Therapeutische Sehhilfen 🌐 https://www.g-ba.de/richtlinien/13/
  • 10
    Krankenkassen.de – Brillenleistungen der GKV 🌐 https://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/leistungen-gesetzliche-krankenkassen/gesetzliche-krankenkassen-besondere-leistungen/brille/
  • 11
    G-BA – Hilfsmittel-Richtlinie Neufassung 🌐 https://www.g-ba.de/downloads/62-492-309/RL-Hilfsmittel-Neufassung-2008-10-16.pdf
  • 12
    Verbraucherzentrale – Widerspruch bei der Krankenkasse 🌐 https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/widerspruch-bei-der-krankenkasse-und-pflegekasse-einlegen-so-gehts-102986
  • 13
    XXXLutz – Online-Shop 🌐 https://www.xxxlutz.de
  • 14
    paddys.de – Vergangenheitsinterview: Krankenhausreif an Weihnachten Teil 1/2 🌐 https://paddys.de/vergangenheitsinterview-03-krankenhausreif-an-weihnachten-teil-12/
  • 15
    Paddy’s Merch Shop 🌐 https://shop.paddys.de
  • 16
    think. care. act. 🌐 https://thinkcareact.org
  • 17
    GOTS – Global Organic Textile Standard 🌐 https://www.global-standard.org
  • 18
    WWF Deutschland – Artenschutz und Biodiversität 🌐 https://www.wwf.de/themen-projekte/artenschutz/
  • 19
    Schlachthofprozess.org – CO₂ ist Tierqual 🌐 https://schlachthofprozess.org/aufruf/co2-ist-tierqual
  • 20
    Grundrechtekomitee – § 129 StGB als Instrument gegen politische Zusammenschlüsse 🌐 https://www.grundrechtekomitee.de/details/129-stgb-ein-werkzeug-zum-ausforschen-und-kriminalisieren-politischer-zusammenhaenge
  • 21
    Windmesse.de – Newsletter Hans Josef Fell: Verurteilungen gegen Klimaaktivistinnen 🌐 https://w3.windmesse.de/windenergie/news/49230-klimaaktivistinnen-ziviler-ungehorsam-strafverfolgung-klimakatastrophe-hitzewellen-letzte-generation
  • 22
    taz.de – Letzte Generation: Landgericht Flensburg 🌐 https://taz.de/Schwerpunkt-Klimaproteste/!t5254315/
  • 23
    Protestinstitut.eu – Die Klimabewegung in Deutschland im Wandel 🌐 https://protestinstitut.eu/de/die-klimabewegung-in-deutschland-im-wandel/
  • 24
    Schlachthofprozess – Video zum Fall Anna und Hendrik 🌐 https://youtu.be/qmPgspQ_VZs
  • 25
    NABU – Insektensterben in Deutschland 🌐 https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/
  • 26
    Tiernotruf – Stefan Bröckling 🌐 https://youtu.be/PkqGcNg3Bdo
  • 27
    paddys.de – Spendenmarathon: Mehr als nur alles 🌐 https://paddys.de/campaigns/mehr-als-nur-alles/