In den stillen Wäldern und weiten Feldern Deutschlands spielt sich jährlich ein blutiges Schauspiel ab: die Fuchsjagd. Über 400.000 dieser intelligenten und anpassungsfähigen Tiere fallen jährlich der Jagd zum Opfer. Doch immer lauter werden die Stimmen, die fragen: Ist diese Praxis noch zeitgemäß? War die Fuchsjagd jemals zeitgemäß? Welche Auswirkungen hat sie auf unser Ökosystem, und welche ethischen Fragen wirft sie auf?

Füchse sind mehr als nur geschickte Jäger. Sie sind unverzichtbare Akteure in unseren Ökosystemen. Als natürliche „Gesundheitspolizei“ regulieren sie die Populationen von Nagetieren und tragen so zur Stabilität des ökologischen Gleichgewichts bei. Ihre Präsenz verhindert das Überhandnehmen von Schädlingen und unterstützt die Artenvielfalt. Studien zeigen, dass die Jagd auf Füchse keinen nachhaltigen Einfluss auf ihre Bestandszahlen hat, da sie Verluste durch höhere Fortpflanzungsraten ausgleichen. Ein Eingriff durch die Jagd kann daher mehr schaden als nützen. 1 https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/bedeutung-fuchs-im-oekosystem

Befürworter der Fuchsjagd argumentieren oft mit dem Schutz bedrohter Bodenbrüter oder der Eindämmung von Krankheiten wie der Tollwut. Doch diese Annahmen halten einer genaueren Betrachtung nicht stand. Die Tollwut gilt in Deutschland seit 2008 als ausgerottet, und der Fuchsbandwurm ist eine der seltensten Parasiten Europas. Zudem zeigen Untersuchungen, dass der Rückgang vieler Vogelarten primär auf Lebensraumverlust, Rückgang der Insektenpopulation aufgrund des Klimawandels und intensive Landwirtschaft zurückzuführen ist, nicht auf die Präsenz von Füchsen. Das ist einfach Blödsinn, den Jäger*innen erzählen weil irgendwas müssen sie ja sagen, um ihr brutales Hobby zu rechtfettigen, Die Jagd auf Füchse erweist sich somit als ineffektives Mittel zum Artenschutz. 2 https://www.peta.de/themen/fuchsjagd/

Die Methoden der Fuchsjagd werfen ernsthafte ethische Fragen auf. Obwohl das Tierschutzgesetz vorschreibt, dass Tiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden dürfen, werden Füchse oft ohne tatsächlichen Nutzen gejagt. Die Praxis der Baujagd, bei der Hunde in Fuchsbauten geschickt werden, führt zu immensem Stress und Leid für die Tiere. In einigen Bundesländern ist die Jagd auf Füchse in ihrem natürlichen Bau verboten, dennoch werden sogenannte Kunstbaue genutzt, um die Tiere zu täuschen und zu töten. Solche Praktiken stehen im Widerspruch zu modernen Tierschutzstandards und dem ethischen Empfinden vieler Menschen. 3 https://www.peta.de/themen/fuchsjagd/ Mal im Ernst., was ist das eigentlich für ein Hobby, Tiere zu töten?

Luxemburg hat 2015 die Fuchsjagd verboten und seither positive Erfahrungen gesammelt. Es gab keine unkontrollierte Zunahme der Fuchspopulation, und die Befürchtungen hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Biodiversität haben sich nicht bestätigt. Ach. Wer hätte das gedacht, dass die Biologinnen und WissenschaftlerInnen rechthaben und die Jägerinnen und Jäger mit ihrer Meinung daneben liegen!? Dieses Beispiel zeigt, dass ein Verzicht auf die Fuchsjagd möglich ist, ohne ökologische oder gesellschaftliche Nachteile zu verursachen. 4 https://de.wikipedia.org/wiki/Fuchsjagd

Die Fuchsjagd in Deutschland basiert auf überholten Annahmen und trägt weder zum Artenschutz bei noch dient sie der Gesundheit des Menschen. Vielmehr verursacht sie unnötiges Leid und stört das natürliche Gleichgewicht unserer Ökosysteme. Es ist an der Zeit, diese Praxis zu überdenken und Füchsen den Schutz zu gewähren, den sie verdienen. 5 https://action.peta.de/page/email?mid=211ba46b68f84754a8018fb8ed44376d


Quellenverzeichnis